Tipps für schönes Haar
 

Was sind Haare eigentlich?

Eigentlich ist Haar, das "lebendig" aussieht, ein Widerspruch in sich, denn Haare bestehen aus verhornten Zellen, ähnlich wie die Fingernägel. Aufgebaut ist das Haar aus der Haarzwiebel, der Haarwurzel und dem Haarschaft, wobei wir letzterem unsere meiste Aufmerksamkeit schenken, denn das ist der Teil, der aus der Haut heraus ragt. Er besteht aus fadenförmig aufgereihten, verhornten Zellschichten der Haut und ist in drei Ebenen aufgebaut:

  • die schwammartigen Markzellen in der Mitte (Medulla)
  • die darum liegenden verhornten Faserzellen (Cortex) als Hauptbestandteil des Haares. Hier befinden sich auch die Farbpigmente und es wird bestimmt, welche Elastizität und Festigkeit das Haar hat.
  • die darum liegende dünne, mehrlagige Schuppenschicht (Cuticula) als Schutzmantel.

Bad HairDie Haarwurzel, bzw. eine in der sie umgebenden Wurzelscheide (Haarfollikel) angesiedelte Talgdrüse versorgt das Haar mit Fett, um es geschmeidig zu halten - wenngleich für unseren Geschmack manchmal etwas zu viel. Eine sehr feine Nervenfaser an jedem Haar ermöglicht es uns, Berührung und Zug zu fühlen und ist für unsere Körperbehaarung der Signalgeber, sich aufzustellen, um somit die berühmte Gänsehaut zu bilden.

Unsere Körperbehaarung ist bei uns in den meisten Fällen zu gering, um die früheren Funktionen des Schutzes vor Kälte und Verletzungen zu gewährleisten. Wimpern und Augenbrauchen schützen aber heute noch vor dem Eindringen von Fremdkörpern in die Augen. Die Kopfbehaarung ist dafür da, den Kopf vor zu starker Sonneneinstrahlung abzuschirmen.

Sehr viel wichtiger ist heute aber die Bedeutung des Haupthaares als ästhetisches und modisches Merkmal, denn in unserer Gesellschaft gilt langes, gesundes und farbenprächtiges Haar (vor allem bei Frauen) als ein Zeichen für Jugend, Gesundheit und Reichtum. Deswegen haben der Schutz, der Erhalt und die Pflege des Haares einen hohen Stellenwert.