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Wodurch gegen Haare kaputt?
Die traurige Wahrheit hinter den Erzählungen von den Haarprachten unserer Vorfahren liegt wohl darin, dass sie nicht unbedingt mehr mit ihrem Haar gemacht haben, sondern weniger. Tag und Nacht in lockere Zöpfe gefasst, seltener gewaschen und vorsichtiger gebürstet, vor der Sonne unter Tüchern und Hüten geschützt kann ein Haar zufrieden, lang und glänzend werden - allerdings entspricht dieses Prinzip nicht mehr der heutigen Mode.
Unser verändertes Hygienedenken, die härteren Umweltbedingungen und unsere ästhetischen Ansprüche setzt das Haar tagtäglich einem ziemlichen Streß aus:
es wird täglich gewaschen, mit zu heißem Wasser und verschiedenen Pflegeprodukten, die zum Teil nicht so mild sind, wie sie versprechen. Gerade im nassen Zustand ist es besonders gefährdet gegen Überdehnung, die zu Haarbruch führt, aber wer hat die Zeit, seine Haare an der frischen Luft einfach trocknen zu lassen? Somit wird es mit dem Handtuch bearbeitet, gefönt, teilweise mit zu scharfkantigen Bürsten und Kämmen geglättet.
Um ihm Volumen zu verleihen, wird es toupiert, mit Haarspray fixiert oder durch chemische Substanzen dauerhaft in Wellen gelegt. Auch Colorationen, besonders mit den begehrten Aufhellern, greifen die Schutzschicht des Haares an.
Den Elementen bleiben unsere Haare meist schutzlos ausgesetzt. Die UV-Strahlen des Sonnenlichtes führen zu einer "schleichenden Oxidation", sie bleichen das Haar aus und machen es spröde. Wind wirbelt es durcheinander, so dass sich die Haare verknoten. Salz- oder Chlorwasser trocknen das Haar weiter aus.
Ein Haar, das aus der Kopfhaut kommt, ist gesund, seine Schuppenschicht intakt. Nur die sich aufsummierenden äußeren Einflüsse chemischer und mechanischer Natur führen dazu, dass es im Laufe der Zeit bei falscher oder mangelnder Pflege stumpf und "krank" wird.
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